Beiträge

Wir sind als Radverkehrsinitiative dieses Jahr im Projektverteiler für Aktionen im Quartier Bleichstraße vertreten und brauchen eure Unterstützung:

  • Wohnt ihr im Quartier oder in der Nähe der Bleichstraße?
  • Habt ihr eine Idee für eine Aktion?
  • Könnt ihr uns einen Tipp geben, wie wir gemeinsam mehr Quartiersbewohner*innen erreichen und für Radfahren und andere Mobilitätsthemen begeistern können?

Wenn ja, dann meldet euch bitte per Mail oder auf einem unserer anderen Kanäle bei uns.

Zur Inspiration hier Videoeindrücke aus dem Aktionsjahr 2021:

Quelle: Vermessungs- und Liegenschaftsamt, Abteilung Vermessung, Stadt Pforzheim

Wir planen im Orgateam schon Verschiedenes für dieses Jahr, sind gleichzeitig aber auch gespannt und neugierig auf Ideen von euch:

  • Welche Strecke würdet ihr gerne mal gemeinsam mit unserem Critical Mass-Pulk fahren?
  • Gibt es Viertel oder (Höhen-)Stadtteile, die wir aus eurer Sicht dringend mal zusammen klingelnd durchrollen sollten?
  • Wir haben mit dem Café Roland ein bewährtes tolles Ziel, aber würdet ihr gerne auch mal woanders hinfahren?
  • Habt ihr einen Vorschlag für eine interessante Anschlussveranstaltung am Ende einer Critical Mass-Fahrt?
  • Kennt ihr einen tollen Radfilm, den ihr gerne mit uns auf der KoKi-Leinwand sehen wollt?
  • Seid ihr mit der Clubszene vertraut und kennt eine*n DJ, die/der sich vorstellen könnte, ähnlich Dom Whiting on tour live aufzulegen?
  • …?

Meldet euch gerne per Mail oder auf Insta bei uns – wir freuen uns auf eure Anregungen!

[Wir] schlagen […] Ihnen vor, die Bürgerbeteiligungsmaßnahme inhaltlich und zeitlich passend während der diesjährigen Europäischen Mobilitätswoche vom 16. bis 22. September durchzuführen.

Wir finden toll, dass Oberbürgermeister Boch in diesem Herbst die Pforzheimer Bürgerinnen und Bürger an der Umgestaltung der Zerrennerstraße beteiligen möchte. Gemeinsam mit dem ADFC Kreisverband Pforzheim-Enzkreis, Greenpeace Pforzheim und dem VCD Pforzheim/Enzkreis e.V. haben wir unserem Oberbürgermeister am 13. August mit einem offenen Brief hierzu einen Vorschlag unterbreitet. Im Folgenden zwei weitere Auszüge:

Damit sich möglichst alle Teile der Pforzheimer Stadtgesellschaft […] einbringen und die Perspektiven von Einwohnerschaft, Gastronomie, Handel, Stadt, Umwelt und Verkehr gleichermaßen beleuchtet werden können, regen wir hierfür einen mehrtägigen Beteiligungsprozess mit verschiedenen niedrigschwelligen Impuls- und Austauschformaten zu unterschiedlichen Tageszeiten an.

Um allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern dabei eine persönliche Inaugenscheinnahme und kurze Wege zum Diskussionsobjekt zu ermöglichen, schlagen wir Ihnen ferner vor, die Beteiligungsmaßnahme am unmittelbaren Ort des Planungsgeschehens direkt auf der Zerrennerstraße durchzuführen und die Zerrennerstraße zu diesem Zweck für eine Woche zwischen Leopold- und Deimlingstraße in beiden Richtungen für den durchgehenden Autoverkehr zu sperren.

Den vollständigen Wortlaut unseres offenen Briefs könnt ihr hier einsehen. Wir sind gespannt, wie Herr Boch und die zeitgleich angeschriebenen (Jugend-)Gemeinderäte auf unsere Anregungen reagieren.

Wenn Oberbürgermeister Boch und die Stadtverwaltung unseren gemeinsamen Vorschlag aufgreifen, freuen wir uns auf eure rege Beteiligung – und eine Zerrennerstraße mit viel gelebter Diskussions-, Rad- und Stadtkultur!

Nachdem die Vorberatung über die Umsetzung des Lärmaktionsplans für Pforzheim im Planungs- und Umweltausschuss unentschieden ausgegangen ist, haben wir vor der entscheidenden Gemeinderatssitzung am 15.12.2020 eine Mailaktion gestartet an einen öffentlichen Appell an die Mitglieder des Gemeinderats gerichtet:

„Sehr geehrtes Mitglied des Gemeinderats,

geben Sie sich einen Ruck: Unterstützen Sie den Aufbruch in ein leiseres Pforzheim und stimmen Sie am Dienstag bei der Entscheidung über den Lärmaktionsplan für den am 09.12.2020 im Planungs- und Umweltausschuss von der Verwaltung vorgelegten Kompromissvorschlag. Lärmgeplagte Anwohnerinnen, Fußgängerinnen, Radfahrerinnen und andere schwächere Verkehrsteilnehmerinnen werden es Ihnen danken.

Falls Sie dem Vorschlag nicht zustimmen können, werben wir für eine Enthaltung.

Vielen Dank und alles Gute für eine besinnliche, vor allem gesunde Weihnachtszeit“

Wir freuen uns, dass am 15.12.2020 im Gemeinderat dann tatsächlich noch eine Mehrheitsentscheidung für den von der Stadt vorgelegten Kompromissvorschlag erreicht werden konnte (nachzulesen beispielsweise auf pz-news.de).

Dass der Gemeinderat den wichtigen ersten Schritt in die richtige Richtung beschlossen hat, liegt zweifellos am Zusammenspiel verschiedener Faktoren. Reaktionen aus der Stadtpolitik lassen allerdings vermuten, dass unsere Mailaktion gemeinsam mit den Stellungnahmen von ADFC Pforzheim-Enzkreis, BUND Nordschwarzwald und VCD BW einen gewissen Dreh-Effekt hatte.

Vielen Dank den fleißigen Mailpedaleur*innen und allen, die sich an der Aktion beteiligt haben!

Radlerinnen beim Fancy Woman Bike Ride

Anlässlich des Fancy Women Bike Ride am Sonntag, 20. September fuhren über sechzig farbenfroh und elegant bis schick gekleidete Teilnehmerinnen mit Geklingel, Spass und DJ-Begleitung mit ihren geschmückten Fahrrädern durch die Stadt. Am Strassenrand winkten die Bürger und es gab ein tolles Gemeinschaftsgefühl, so dass die ursprünglich eher kurz angedachte Demonstration in mehrere Verlängerungen ging. Denn die Damen begannen die Route mehrfach einfach nochmal von vorne, was den begleitenden Polizisten um seinen Feierabend bangen ließ.
Der Fancy Women Bike Ride ist eine Veranstaltung von Frauen für Frauen, um sich an die befreiende Freude am Radfahren zu erinnern. Beim ersten Fancy Women Bike Ride (FWBR) in Pforzheim sollten mehr Frauen dazu ermutigen werden, das Fahrrad stärker in den eigenen Alltag zu integrieren. Der FWBR ist vor 7 Jahren in der türkischen Stadt Izmir entstanden und wird in über 120 Städten weltweit gefeiert. Ziel der gemeinsamen Fahrradtour ist ein Zeichen der Solidarität mit Frauen in anderen Ländern, die in ihrer Gesellschaft leider noch heute daran gehindert werden mobil, unabhängig und frei zu sein.

Die Aktion wird wiederholt. Bei Interesse, melde Dich einfach bei unserem Newsletter an (newsletter [at] fahrradstadt-pforzheim [punkt] de).




Große und Kleine auf dem Fahrrad bei der Kidical Mass

In der Form einer angemeldeten Demonstration startete am 19. September 2020 die Kidical Mass: „Wenn ein Kind auf dem Fahrrad sicher und unbeschwert überall hinkommt, lebt es in einer familienfreundlichen Stadt.“ Die Kidical Mass ist die Fahrradtour für Kinder, Jugendliche und Familien, bei der alle sicher durch die Stadt fahren können. Wir fuhren gemeinsam auf Pforzheims großen Straßen in langsamem Tempo. Die Polizei begleitete die Fahrt und schützte die Kinder vor dem Verkehr. Organisiert wurde die Aktion vom ADFC Kreisverband Pforzheim-Enzkreis, dem Gesamtschülerrat Pforzheim, dem Jugendgemeinderat Pforzheim, dem deutschen  Kinderschutzbund Ortsverband Pforzheim-Enzkreis, dem Stadtjugendring und dem Verkehrsclub Deutschland Kreisverband Pforzheim-Enzkreis.

Mit dem Fahrrad auf dem Popupradweg in Pforzheim

Aufgrund der Corona-Krise ist der Autoverkehr kurzzeitig massiv zurück gegangen und man kann in den Straßen einen signifikant erhöhten Radverkehr beobachten. Städte auf der ganzen Welt haben daher Popupradwege eingerichtet. Aktivisten der Critical Mass Pforzheim haben in einem Brief an die Stadtverwaltung temporäre Schutzzonen für Radfahrer und Fußgänger gefordert: zum einen auf dem Innenstadtring, weil dort zur Zeit wesentlich schwächerer Autoverkehr ist. Die Radfahrer sind durch knapp überholende Autofahrer trotzdem gefährdet. Zum anderen in den Straßen am Sedansplatz, denn dort wäre mehr Aufenthaltsqualität ein großer Gewinn. Zum Beispiel in der Dillsteiner Straße können die Cafés jetzt zwar wieder öffnen, aber deren Besucher an den Außentischen sitzen nach wie vor in einem Meter Abstand von den davor parkenden Autos. Wie leicht könnte man angesichts der schönen Geschäfte in dieser Straße das Flair einer Flaniermeile entstehen lassen, wenn die Dillsteiner Straße den Bürgern als Lebensraum statt als Parkraum zur Verfügung gestellt werden würde. Die lapidare Antwort der Stadt war, dass es zu kompliziert sei Popupradwege einzurichten.

Der VCD Kreisverband Pforzheim-Enzkreis hat dies zum Anlass genommen, im Rahmen einer Versammlung am 23. Mai 2020 für eine Stunde einen temporären Popupradweg auf der Luisenstraße entstehen zu lassen. Die Teilnehmer der Aktion fuhren mir ihren Fahrrädern im Regen den Rundkurs Museumstraße-Luisenstraße-Poststraße-Kiehnlestraße und hatten so viel Spaß, dass die Aktion an anderer Stelle wiederholt werden soll.

In etwas größerem Rahmen wurde dann am Sonntag, 7. Juni 2020, ein Popupradweg auf der Zerrennerstraße eingerichtet. Paul Hoffer hat darüber einen sehr schönen Film auf seinem Youtube-Kanal veröffentlicht.

Vielleicht erlebt Pforzheim bald einen autofreien Tag?

Für weitere Informationen zur Umsetzung von Popupradwegen in Berlin verweisen hier wir auf ein Video des Deutschen Instituts für Urbanistik.

Bewegung ist in Covid-19 Zeiten enorm wichtig. Dabei dürfen sich die Menschen nicht zu nahekommen, um Infektionsgefahr zu vermeiden. Angesichts der Corona-Krise ist deutlich weniger Autoverkehr in der Stadt vorhanden. Gleichzeitig soll der Einzelhandel schrittweise wieder die Türen öffnen.

Deshalb forderten Aktivisten der Critical Mass Pforzheim in einer Pressemitteilung mehr Platz für aktive Mobilität und die temporäre provisorische Reservierung von Autofahrspuren für Fußgänger*innen und/oder Radfahrer*innen in der Pforzheimer Innenstadt.
Folgende Reservierungen für Fußgänger*innen und/oder Radfahrer*innen schlug die Critical Mass Pforzheim vor (Siehe die Abbildung oben).

  • Eine Spur in jede Richtung für Fahrradfahrer*innen auf dem Innenstadtring und auf der Deimlingstraße temporär freigeben.
  • Temporäre Sperrung der Zerrennerstraße und der Rossbrücke für den normalen Autoverkehr. Freigabe nur für Bus, Radfahrer*innen und Fußgänger*innen.
  • Temporär zur Fahrradstraße erklärt werden die Ebersteinstraße als Teil der Nord-Süd-Achse, die Jörg-Ratgeb-Straße, die Dillsteiner Straße und die Bleichstraße im Sedanviertel.

Immer mehr Städte weltweit schaffen jetzt temporäre geschützte Radfahrstreifen – kurz: Popup-Radwege. Die kolumbianische Stadt Bogotá hat es vorgemacht, Oakland in Kalifornien hat dies ebenfalls gemacht. Berlin schafft immer mehr temporäre Radspuren und hat gezeigt, dass Popup-Radwege quasi über Nacht möglich sind. Köln hat bereits damit begonnen, ganze Straßenzüge für Fußgänger zu öffnen. Das muss in Pforzheim auch möglich sein!

Aktive Mobilität per Fahrrad ist nicht nur gesund (es senkt den Blutdruck, stärkt die Lunge und macht damit widerstandsfähiger gegen Viren): um das Infektionsrisiko im ÖPNV zu senken, sind schon viele Pforzheimer*innen auf das Rad umgestiegen und schaffen Sicherheit für die, die keine Alternative zu den Öffentlichen haben.

Die Critical Mass Pforzheim appellierte an Oberbürgermeister Boch und die politisch Verantwortlichen, schnellstmöglich Pop-up-Radwege in Pforzheim umzusetzen.

Der VCD Pforzheim/Enz e.V. und der ADFC Kreisverband Pforzheim-Enzkreis unterstützen diese Forderung der Critical Mass Pforzheim.

Pressemitteilungen und Publikationen der beiden Verbände zu dem Thema finden Sie hier:

VCD Pforzheim / Enz e.V.: https://bw.vcd.org/startseite/detail/news/fahrspuren-fuer-radfahrer-freigeben/

ADFC: https://www.adfc.de/dossier/dossier-radfahren-in-zeiten-von-corona/

Nach einem Unfall an der Kreuzung Enztalradweg / Deimlingstraße brachte unsere Kundgebung den Ball  ins Rollen. Wir forderten eine sichere Ausgestaltung der Radwegquerung. Zuletzt fand eine Besichtigung im Rahmen eines vor Ort Termins mit Beteiligten der verschiedenen Ämter statt. Anlässlich dessen meinte der Vertreter des Amts für öffentliche Ordnung, dass ein Zebrastreifen an dieser Stelle die Fußgänger nur in falscher Sicherheit wiegen würde.