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Critical Mass am 28. Januar abgesagt!
Mit Blick auf die anhaltende Pandemie-Situation haben wir im Orgateam beschlossen, zum Wohle aller vorsichtshalber auch die für Januar geplante Critical Mass abzusagen.

Die für Januar mit dem Kommunalen Kino vorgesehene Fortsetzung unserer Filmreihe „Dialog (Rad-)Verkehr“ haben wir auf April verschoben. Wir hoffen, am 29.04. bei besseren Vorzeichen tatsächlich wieder mit euch zum Schlossberg radeln zu können! (Nähere Infos folgen noch.)

Hier zum Download unser neutrales Werbeplakat für die monatliche Critical Mass. Bei den nächsten Aktionen gibt es zusätzlich auch Aufkleber und Flyer zum Mitnehmen (gerne gegen kleine Unkostenspende).

Grundregeln für gute Stimmung und ein gesundes Miteinander

  • Bitte mitbringen: Fahrradleuchten + Lichterketten + sichtbare Kleidung/Warnwesten + gute Laune + Klingeln + Musik. Je mehr von allem, umso mehr Stimmung!
  • Die Radwelt ist bunt: Egal, ob mit Stadt- oder Sportrad, ob mit oder ohne E-Antrieb, ob Normal- oder Lastenrad, Velomobil oder Spezialfahrzeug, ob mit einem, zwei oder mehr Rollrädern, ob im Anhänger oder selbst auf der Zugmaschine, ob mit großen Rädern oder auf ganz kleinen Rollen, ob aus Pforzheim oder von anderswo – bei der Critical Mass ist jede*r herzlich willkommen!
  • Hinweis für (Groß-)Eltern: Wir freuen uns auch bei den Critical Mass-Fahrten über mitradelnde Kinder, sie müssen aber „bergfit“ sein und bei Erwachsenentempo mithalten können.
  • Beachtet bitte die Regelungen der aktuellen Corona-Verordnung.

Die Critical Mass rollt (normalerweise) jeden Monat
Critical – was? Eine möglichst große Zahl an Radfahrer*innen schließt sich regelmäßig (in Pforzheim: jeden letzten Freitag im Monat) zu einer Gruppe zusammen und fordert so ihren Platz im Straßenverkehr. Diese weltweite Aktionsform ist eine Gegenbewegung zur alltäglichen städtischen Blechlawine – und eine Feier für das Verkehrsmittel Fahrrad. Wir fordern eine gerechte Aufteilung des Verkehrsraums und sichere Straßen für Radfahrer*innen. Das kommt leider nicht von allein.
Du bist herzlich eingeladen, bei der Critical Mass mitzufahren! Je mehr Leute wir sind, umso besser werden wir wahrgenommen, desto eher werden wir gehört. Unsere Veranstaltungen sind angemeldet und die Polizei sperrt Kreuzungen, schützt uns vor dem Autoverkehr.

Informationen zu den vergangen Fahrten gibt es hier.

31. Dezember 2021 – Critical Mass abgesagt
Eigentlich wollten wir am 31. Dezember mit regelkonformem Sicherheitsabstand nochmal auf den Familienfreundlichkeitspreis und Pforzheims erste Fahrradampel anstoßen. Mit Blick auf die unklare Pandemie-Entwicklung haben wir im Orgateam aber beschlossen, die für Silvester geplante Critical Mass vorsichtshalber zum Wohle aller abzusagen.

26. November 2021 – mit Filmteam und Blaulichteskorte durch die Stadt

Im November haben wir Besuch von einem Filmteam bekommen und mit rund 50 leuchtenden Radler*innen gemeinsam mächtig gestrahlt, weil wir kurz vorher mit der „Kidical Mass“ den Familienfreundlichkeitspreis der Stadt Pforzheim eingefahren haben. Vor lauter Freude und mit erneutem Fokus auf die Haushaltsberatungen haben wir mit unserer Polizeieskorte gleich nochmal eine Runde auf die Wilferdinger Höhe gedreht.

Familienfreundlichkeitspreis 2021 für die Pforzheimer „Kidical Mass“

Als Abwechslung für die Noch-Autostadt sind wir dieses Mal über die Nordstadt, Hohenzollernstraße und Hachelallee hoch und über die B10 wieder in die Stadt hinunter. Auch diese Runde hat Spaß gemacht! Am Ziel beim Café Roland gab es zum Aufwärmen pandemie- und 2Gplus-konform im Außenbereich leckeren Punsch und Glühwein – und eine kleine Tanzeinlage:

29. Oktober 2021 – mit Blaulichteskorte die B10 hinauf

Nicht zu übersehen: Der Critical Mass-Pulk bei der B10-Premiere am 29. Oktober 2021

Im Oktober gab es in der Noch-Autostadt eine Premiere: Wir sind mit rund 50 Radler*innen, Polizeieskorte und Pressebegleitung erstmals klingelnd, leuchtend sichtbar und definitiv auffallend die B10 hinaufgefahren und haben am Kaufland entlang eine Runde durch die Wilferdinger Höhe gedreht. Sowohl Pforzheimer Kurier wie auch Pforzheimer Zeitung haben groß berichtet.

Mit der Aktion haben wir vor den Haushaltsberatungen von der Stadtpolitik deutlich sicht- und hörbar eingefordert, …

  • dass der Klimaschutz nicht nur bei den Koalitionsverhandlungen in Berlin, sondern auch in Pforzheim Vorfahrt braucht!
  • dass zum Erreichen von mehr nachhaltiger Mobilität auf sicheren Radwegen mehr Personal, mehr Finanzmittel und deutlich mehr Tempo bei der Umsetzung von beschlossenen Maßnahmen benötigt werden!
  • dass dazu im nächsten Haushalt zwei Personalstellen für den Fuß- und Radverkehr eingeplant werden!*
  • dass in diesem und den kommenden Haushalten jeweils 10 € pro Einwohner*in und Jahr für den Ausbau des Radverkehrs eingestellt werden!

(* Denn ohne ausreichend Personal können weder Verbesserungsmaßnahmen geplant noch zur Verfügung stehende Förderprogramme von EU, Bund und Land ausgeschöpft werden.)

Schön leuchtende Räder bei der Critical Mass am 29. Oktober 2021

24. September 2021 – Klimastreik und Critical Mass

Am 24. September waren wir gleich zweimal für eine bessere Radinfrastruktur im Stadtbild präsent: Mittags gemeinsam mit anderen Initiativen und Verbänden beim Klimastreik von „Fridays for Future“ (nachzulesen und zu sehen beispielsweise in den Berichten von Pforzheimer Kurier und Pforzheimer Zeitung) und abends mit 70 gut gelaunten Radler*innen bei der monatlichen Critical Mass. Die Schleife über Sedansplatz und Dillsteiner Straße hat auch dieses Mal wieder Spaß gemacht!

28. August 2021 – Einweihung der neuen Fahrradampel und Picknick im Enzauenpark

Mit guter Musik, lautem Klingeln und einigen Frauen, die mit Fröhlichkeit und fany outfit für den Fancy Women Bike Ride (19. September) warben, setzten sich insgesamt 62 Radler in Bewegung. Angesichts der zahlenmäßig bedingten Übermacht im Verkehr, des guten Wetters und der Urlaubslaune war die Stimmung phänomenal.

Highlight der Strecke waren wieder Sedansplatz und Eispavillon, wo angesichts der vielen Menschen das laute Klingeln besonders viel Spaß machte. Und die „Einweihung“ der neuen Ampelquerung über die Jahnstrasse. Und natürlich die vielen Kinder mit Kulleraugen, denen man die Mitfahrlust auf weiten Abstand ansah.

Von der Polizei fehlte mangels Streifenfahrrädern im Wesentlichen das coole Blaulicht. Für die nötige Ordnung sorgten stattdessen die eifrigen „Corker“, die den Autoverkehr am Dazwischenfahren in den fröhlichen Lindwurm hinderten.

Die Fahrt fand ihren gemütlichen Ausklang bei einem leckeren gemeinsamen Picknick im Enzauenpark.

30. Juli 2021 – Mit Fancy Women und Blaulichteskorte zum Café Roland

Der vorausgehende Pressetermin zur Ankündigung des zweiten Pforzheimer Fancy Women Bike Ride am 19. September* hat Medienvertreter*innen angelockt und unserem gemeinsamen Thema tolle Presseresonanz in Pforzheimer Kurier und Pforzheimer Zeitung beschert.

(*Aktuelle und weitere Infos zum Fancy Women Bike Ride in Pforzheim findet ihr jederzeit auf Instagram.)

Durch die Urlaubszeit etwas ausgedünnt, waren wir bei der Critical Mass mit 50 Radler*innen eine Stunde und ziemlich genau 10 Kilometer lang wieder auf Pforzheims Hauptstraßen präsent. Die bei der Stadt angemeldete Strecke hat uns mit Musik und viel guter Laune über drei Kreisverkehre, an Sedansplatz, Eispavillon, Schlösslegalerie und Bahnhof vorbei als Premiere in diesem Jahr wieder einmal zum Café Roland geführt. Auch im Juli hat uns die Verkehrspolizei sympathisch begleitet und unserem Anliegen mit zwei Polizeiautos und einem Motorrad zu auffallendem Blaulichtfokus verholfen.

Hier ein kleiner Videorückblick – wenn er euch gefällt, gerne teilen:

Mit Fancy Women und Blaulichteskorte durch Pforzheim – Critical Mass am 30. Juli 2021

25. Juni 2021 – nach langer Pandemiepause endlich wieder unterwegs
Mit starken 50+ Radler*innen sind wir vom Waisenhausplatz zunächst nach Osten Richtung Altstädter Kirche gestartet und wie vor Corona mit Klingeln, Musik und freundlichem Winken in gemütlichem Unterhaltungstempo zwölf Kilometer durch Pforzheim geradelt. Die bei der Stadt angemeldete Strecke hat uns mit Jahn-/Steubenstraße und Westlicher Karl-Friedrich-Straße an den beiden aktuell begonnenen großen Verbesserungsmaßnahmen für den Radverkehr vorbeigeführt. Gegen 20.30 Uhr haben wir uns beim Alten Schlachthof von der sympathisch begleitenden Verkehrspolizei verabschiedet (drei Polizeiautos + zwei Motorräder = viel Blaulicht = viel Aufmerksamkeit 🙂 ).

Die Genossenschaft Gewerbekultur hat Durstigen am Ziel coronakonform und gegen Spende Getränke zur Verfügung gestellt. Super angekommen bei allen Mitradler*innen sind außerdem die leckeren herzhaften Galettes und süßen Crêpes von La petite Crêperie. Wir hoffen, den nachhaltigen Crêperie-Stand künftig noch öfters am Ziel dabei zu haben.

30. Oktober 2020 – mit Polizeischutz auf Tour ins Kommunale Kino

Im Oktober hat uns die Polizei mit Blaulicht durch die Innenstadt begleitet und dabei 34 mit Masken geschützte Radler*innen gezählt. Nach der Critical Mass-Fahrt stand im Kommunalen Kino die Fortsetzung unserer gemeinsamen Filmreihe DIALOG (RAD-)VERKEHR mit dem Fahrrad-Roadmovie „HIN UND WEG“ auf dem Programm.

25. September 2020 – Normalität im Regen

Nach einer Vielzahl von Fahrrad-Events (Parking Day, Kidical Mass und Fancy Women Bike Ride) am Wochenende zuvor haben es sich 44 Alltagsradler am 25. September trotz gleichmäßigem Regen und kühlen Temperaturen nicht nehmen lassen, gemeinsam die Critical Mass zu fahren. Die Tour ging kreuz und quer durch die Innenstadt. Vier Autofahrer hatten es mal wieder eilig und mussten dringend den langen Tross überholen. Die warme Suppe, die es bei gemütlichem Beisammensein danach im Cafe Roland gab, soll sehr gut gewesen sein.

28. August 2020 – Ausklang im Sommerkino

In der Urlaubszeit und nach dem kurz davor noch sehr regnerischen Wetter waren es etwa 40 aufrechte Radler, die in großer Kolonne klingelnd durch Pforzheim fuhren und auf die Belange des Radverkehrs aufmerksam machten. Einer hatte Musik dabei und es bot sich wieder Gelegenheit für viele interessante Gespräche. Am Ende unserer ca. 45minütigen Fahrt durch die Pforzheimer Innenstadt luden wir zusammen mit dem Kommunalen Kino zur Fortsetzung unserer gemeinsamen Filmreihe DIALOG (RAD-)VERKEHR in den sehr gut besetzten Innenhof des Kulturhaus Osterfeld ein.

Weltumradler Dennis Kailing vor der Open Air Bühne des Kulturhaus Osterfeld – Foto: ritschratsch-klick.de

Unserem mitradelnden Programmbeirat Winfried Thein war es gelungen, die beeindruckende Doku „BESSER WELT ALS NIE“ gemeinsam mit dem Regisseur und Protagonisten Dennis Kailing nach Pforzheim zu holen. Der sympathische Weltumradler zeigte unterhaltsam auf, worauf es ankommt, wenn man zweieinhalb Jahre um die Welt radelt, und wie man filmisch dokumentieren kann, wenn einem die türkische Polizei erklärt, dass man auf der Autobahn nicht radeln soll.

31. Juli 2020 – Poolnudelaktion

Am 31. Juli 2020 kamen etwa 70 Radler zur Critical Mass mit Poolnudeln. Unter dem Aktionsmotto „Abstand halten“ wiesen die Poolnudeln auf den Mindestabstand von 1,50 Metern laut der aktuellen Novelle der Straßenverkehrsordnung hin. Die Aktion war ein voller Erfolg, Pforzheimer Zeitung und Pforzheimer Kurier berichteten jeweils mit Bild. Zum Ausklang gab es kühle Getränke beim Bootspick. Leider war das Wasser dort so wenig einladend, dass die in der sommerlichen Schwüle herbeigesehnte Wasserschlacht ausfallen musste.

[Wir] schlagen […] Ihnen vor, die Bürgerbeteiligungsmaßnahme inhaltlich und zeitlich passend während der diesjährigen Europäischen Mobilitätswoche vom 16. bis 22. September durchzuführen.

Wir finden toll, dass Oberbürgermeister Boch in diesem Herbst die Pforzheimer Bürgerinnen und Bürger an der Umgestaltung der Zerrennerstraße beteiligen möchte. Gemeinsam mit dem ADFC Kreisverband Pforzheim-Enzkreis, Greenpeace Pforzheim und dem VCD Pforzheim/Enzkreis e.V. haben wir unserem Oberbürgermeister am 13. August mit einem offenen Brief hierzu einen Vorschlag unterbreitet. Im Folgenden zwei weitere Auszüge:

Damit sich möglichst alle Teile der Pforzheimer Stadtgesellschaft […] einbringen und die Perspektiven von Einwohnerschaft, Gastronomie, Handel, Stadt, Umwelt und Verkehr gleichermaßen beleuchtet werden können, regen wir hierfür einen mehrtägigen Beteiligungsprozess mit verschiedenen niedrigschwelligen Impuls- und Austauschformaten zu unterschiedlichen Tageszeiten an.

Um allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern dabei eine persönliche Inaugenscheinnahme und kurze Wege zum Diskussionsobjekt zu ermöglichen, schlagen wir Ihnen ferner vor, die Beteiligungsmaßnahme am unmittelbaren Ort des Planungsgeschehens direkt auf der Zerrennerstraße durchzuführen und die Zerrennerstraße zu diesem Zweck für eine Woche zwischen Leopold- und Deimlingstraße in beiden Richtungen für den durchgehenden Autoverkehr zu sperren.

Den vollständigen Wortlaut unseres offenen Briefs könnt ihr hier einsehen. Wir sind gespannt, wie Herr Boch und die zeitgleich angeschriebenen (Jugend-)Gemeinderäte auf unsere Anregungen reagieren.

Wenn Oberbürgermeister Boch und die Stadtverwaltung unseren gemeinsamen Vorschlag aufgreifen, freuen wir uns auf eure rege Beteiligung – und eine Zerrennerstraße mit viel gelebter Diskussions-, Rad- und Stadtkultur!

Nachdem die Vorberatung über die Umsetzung des Lärmaktionsplans für Pforzheim im Planungs- und Umweltausschuss unentschieden ausgegangen ist, haben wir vor der entscheidenden Gemeinderatssitzung am 15.12.2020 eine Mailaktion gestartet an einen öffentlichen Appell an die Mitglieder des Gemeinderats gerichtet:

„Sehr geehrtes Mitglied des Gemeinderats,

geben Sie sich einen Ruck: Unterstützen Sie den Aufbruch in ein leiseres Pforzheim und stimmen Sie am Dienstag bei der Entscheidung über den Lärmaktionsplan für den am 09.12.2020 im Planungs- und Umweltausschuss von der Verwaltung vorgelegten Kompromissvorschlag. Lärmgeplagte Anwohnerinnen, Fußgängerinnen, Radfahrerinnen und andere schwächere Verkehrsteilnehmerinnen werden es Ihnen danken.

Falls Sie dem Vorschlag nicht zustimmen können, werben wir für eine Enthaltung.

Vielen Dank und alles Gute für eine besinnliche, vor allem gesunde Weihnachtszeit“

Wir freuen uns, dass am 15.12.2020 im Gemeinderat dann tatsächlich noch eine Mehrheitsentscheidung für den von der Stadt vorgelegten Kompromissvorschlag erreicht werden konnte (nachzulesen beispielsweise auf pz-news.de).

Dass der Gemeinderat den wichtigen ersten Schritt in die richtige Richtung beschlossen hat, liegt zweifellos am Zusammenspiel verschiedener Faktoren. Reaktionen aus der Stadtpolitik lassen allerdings vermuten, dass unsere Mailaktion gemeinsam mit den Stellungnahmen von ADFC Pforzheim-Enzkreis, BUND Nordschwarzwald und VCD BW einen gewissen Dreh-Effekt hatte.

Vielen Dank den fleißigen Mailpedaleur*innen und allen, die sich an der Aktion beteiligt haben!

Radlerinnen beim Fancy Woman Bike Ride

Anlässlich des Fancy Women Bike Ride am Sonntag, 20. September fuhren über sechzig farbenfroh und elegant bis schick gekleidete Teilnehmerinnen mit Geklingel, Spass und DJ-Begleitung mit ihren geschmückten Fahrrädern durch die Stadt. Am Strassenrand winkten die Bürger und es gab ein tolles Gemeinschaftsgefühl, so dass die ursprünglich eher kurz angedachte Demonstration in mehrere Verlängerungen ging. Denn die Damen begannen die Route mehrfach einfach nochmal von vorne, was den begleitenden Polizisten um seinen Feierabend bangen ließ.
Der Fancy Women Bike Ride ist eine Veranstaltung von Frauen für Frauen, um sich an die befreiende Freude am Radfahren zu erinnern. Beim ersten Fancy Women Bike Ride (FWBR) in Pforzheim sollten mehr Frauen dazu ermutigen werden, das Fahrrad stärker in den eigenen Alltag zu integrieren. Der FWBR ist vor 7 Jahren in der türkischen Stadt Izmir entstanden und wird in über 120 Städten weltweit gefeiert. Ziel der gemeinsamen Fahrradtour ist ein Zeichen der Solidarität mit Frauen in anderen Ländern, die in ihrer Gesellschaft leider noch heute daran gehindert werden mobil, unabhängig und frei zu sein.

Die Aktion wird wiederholt. Bei Interesse, melde Dich einfach bei unserem Newsletter an (newsletter [at] fahrradstadt-pforzheim [punkt] de).




Große und Kleine auf dem Fahrrad bei der Kidical Mass

In der Form einer angemeldeten Demonstration startete am 19. September 2020 die Kidical Mass: „Wenn ein Kind auf dem Fahrrad sicher und unbeschwert überall hinkommt, lebt es in einer familienfreundlichen Stadt.“ Die Kidical Mass ist die Fahrradtour für Kinder, Jugendliche und Familien, bei der alle sicher durch die Stadt fahren können. Wir fuhren gemeinsam auf Pforzheims großen Straßen in langsamem Tempo. Die Polizei begleitete die Fahrt und schützte die Kinder vor dem Verkehr. Organisiert wurde die Aktion vom ADFC Kreisverband Pforzheim-Enzkreis, dem Gesamtschülerrat Pforzheim, dem Jugendgemeinderat Pforzheim, dem deutschen  Kinderschutzbund Ortsverband Pforzheim-Enzkreis, dem Stadtjugendring und dem Verkehrsclub Deutschland Kreisverband Pforzheim-Enzkreis.

Mit dem Fahrrad auf dem Popupradweg in Pforzheim

Aufgrund der Corona-Krise ist der Autoverkehr kurzzeitig massiv zurück gegangen und man kann in den Straßen einen signifikant erhöhten Radverkehr beobachten. Städte auf der ganzen Welt haben daher Popupradwege eingerichtet. Aktivisten der Critical Mass Pforzheim haben in einem Brief an die Stadtverwaltung temporäre Schutzzonen für Radfahrer und Fußgänger gefordert: zum einen auf dem Innenstadtring, weil dort zur Zeit wesentlich schwächerer Autoverkehr ist. Die Radfahrer sind durch knapp überholende Autofahrer trotzdem gefährdet. Zum anderen in den Straßen am Sedansplatz, denn dort wäre mehr Aufenthaltsqualität ein großer Gewinn. Zum Beispiel in der Dillsteiner Straße können die Cafés jetzt zwar wieder öffnen, aber deren Besucher an den Außentischen sitzen nach wie vor in einem Meter Abstand von den davor parkenden Autos. Wie leicht könnte man angesichts der schönen Geschäfte in dieser Straße das Flair einer Flaniermeile entstehen lassen, wenn die Dillsteiner Straße den Bürgern als Lebensraum statt als Parkraum zur Verfügung gestellt werden würde. Die lapidare Antwort der Stadt war, dass es zu kompliziert sei Popupradwege einzurichten.

Der VCD Kreisverband Pforzheim-Enzkreis hat dies zum Anlass genommen, im Rahmen einer Versammlung am 23. Mai 2020 für eine Stunde einen temporären Popupradweg auf der Luisenstraße entstehen zu lassen. Die Teilnehmer der Aktion fuhren mir ihren Fahrrädern im Regen den Rundkurs Museumstraße-Luisenstraße-Poststraße-Kiehnlestraße und hatten so viel Spaß, dass die Aktion an anderer Stelle wiederholt werden soll.

In etwas größerem Rahmen wurde dann am Sonntag, 7. Juni 2020, ein Popupradweg auf der Zerrennerstraße eingerichtet. Paul Hoffer hat darüber einen sehr schönen Film auf seinem Youtube-Kanal veröffentlicht.

Vielleicht erlebt Pforzheim bald einen autofreien Tag?

Für weitere Informationen zur Umsetzung von Popupradwegen in Berlin verweisen hier wir auf ein Video des Deutschen Instituts für Urbanistik.

Bewegung ist in Covid-19 Zeiten enorm wichtig. Dabei dürfen sich die Menschen nicht zu nahekommen, um Infektionsgefahr zu vermeiden. Angesichts der Corona-Krise ist deutlich weniger Autoverkehr in der Stadt vorhanden. Gleichzeitig soll der Einzelhandel schrittweise wieder die Türen öffnen.

Deshalb forderten Aktivisten der Critical Mass Pforzheim in einer Pressemitteilung mehr Platz für aktive Mobilität und die temporäre provisorische Reservierung von Autofahrspuren für Fußgänger*innen und/oder Radfahrer*innen in der Pforzheimer Innenstadt.
Folgende Reservierungen für Fußgänger*innen und/oder Radfahrer*innen schlug die Critical Mass Pforzheim vor (Siehe die Abbildung oben).

  • Eine Spur in jede Richtung für Fahrradfahrer*innen auf dem Innenstadtring und auf der Deimlingstraße temporär freigeben.
  • Temporäre Sperrung der Zerrennerstraße und der Rossbrücke für den normalen Autoverkehr. Freigabe nur für Bus, Radfahrer*innen und Fußgänger*innen.
  • Temporär zur Fahrradstraße erklärt werden die Ebersteinstraße als Teil der Nord-Süd-Achse, die Jörg-Ratgeb-Straße, die Dillsteiner Straße und die Bleichstraße im Sedanviertel.

Immer mehr Städte weltweit schaffen jetzt temporäre geschützte Radfahrstreifen – kurz: Popup-Radwege. Die kolumbianische Stadt Bogotá hat es vorgemacht, Oakland in Kalifornien hat dies ebenfalls gemacht. Berlin schafft immer mehr temporäre Radspuren und hat gezeigt, dass Popup-Radwege quasi über Nacht möglich sind. Köln hat bereits damit begonnen, ganze Straßenzüge für Fußgänger zu öffnen. Das muss in Pforzheim auch möglich sein!

Aktive Mobilität per Fahrrad ist nicht nur gesund (es senkt den Blutdruck, stärkt die Lunge und macht damit widerstandsfähiger gegen Viren): um das Infektionsrisiko im ÖPNV zu senken, sind schon viele Pforzheimer*innen auf das Rad umgestiegen und schaffen Sicherheit für die, die keine Alternative zu den Öffentlichen haben.

Die Critical Mass Pforzheim appellierte an Oberbürgermeister Boch und die politisch Verantwortlichen, schnellstmöglich Pop-up-Radwege in Pforzheim umzusetzen.

Der VCD Pforzheim/Enz e.V. und der ADFC Kreisverband Pforzheim-Enzkreis unterstützen diese Forderung der Critical Mass Pforzheim.

Pressemitteilungen und Publikationen der beiden Verbände zu dem Thema finden Sie hier:

VCD Pforzheim / Enz e.V.: https://bw.vcd.org/startseite/detail/news/fahrspuren-fuer-radfahrer-freigeben/

ADFC: https://www.adfc.de/dossier/dossier-radfahren-in-zeiten-von-corona/

Nach einem Unfall an der Kreuzung Enztalradweg / Deimlingstraße brachte unsere Kundgebung den Ball  ins Rollen. Wir forderten eine sichere Ausgestaltung der Radwegquerung. Zuletzt fand eine Besichtigung im Rahmen eines vor Ort Termins mit Beteiligten der verschiedenen Ämter statt. Anlässlich dessen meinte der Vertreter des Amts für öffentliche Ordnung, dass ein Zebrastreifen an dieser Stelle die Fußgänger nur in falscher Sicherheit wiegen würde.