Gemeinsam mit unseren Demo-Partnern von Fridays For Future Pforzheim laden wir euch am 25. Juli zur nächsten Critical Mass ein und wollen mit euch, wie beim letzten Mal, gemeinsam wieder über Pforzheims große Straßen radeln. Reiht euch ein und helft uns*, eine möglichst lange strahlende Fahrradschlange auf die Räder zu bekommen und zusammen ein Zeichen für bessere Radwege, mehr Klimaschutz und globalen Frieden zu setzen.
(*Bei Zeit und Interesse könnt ihr euch gerne auch aktiv in unser Orgateam einbringen, die Fahrradstadt von morgen ist dankbar für jede Unterstützung.)

Treffpunkt:
Freitag, 25. Juli, ab 18.30 Uhr, auf dem Waisenhausplatz
(zwischen Theater und CCP)
19.00 Uhr Ansprache und Start Critical Mass

Was treibt uns diesen Monat auf die Straße?
In den letzten Wochen kam es zu Drohungen gegen eine Person, die sich mutig für sichere Geh- und Radwege eingesetzt hat. Solche Einschüchterungsversuche dürfen keinen Platz in unserer Stadt haben! Wir stehen zusammen – für Zivilcourage, für Rücksichtnahme und für ein friedliches Miteinander im Straßenverkehr. Um unsere Solidarität zu zeigen und das Thema sichtbar zu machen, führt unsere angemeldete Strecke deshalb auch an Orten vorbei, an denen diese Drohbriefe aufgetaucht sind.

Solidarität statt Einschüchterung. Rücksicht statt Aggression. Mehr Wir statt Ich!

Unsere Botschaft für die Critical Mass am 25. Juli

Wir glauben an eine Stadt, in der sich alle sicher und respektiert fühlen – egal, ob zu Fuß, auf dem Rad oder im Auto. In einer zunehmend polarisierten Gesellschaft braucht es Menschen, die Brücken bauen, statt Gräben vertiefen.

Egal, ob du regelmäßig mitfährst oder zum ersten Mal dabei bist – sei dabei! Bring Familie und Freund*innen mit und mach dich mit uns stark für sichere Radwege, gegenseitigen Respekt und eine lebenswerte Stadt. Nach der Tour lassen wir den Abend gemeinsam im Biergarten Bootspick ausklingen. Hier gibt es Raum für Gespräche, neue Kontakte und Austausch.

Hier unsere Route zum Ansehen:

Nach der Critical Mass ist vor der Critical Mass: Meldet euch gerne mit Ideen zu lohnenswerten Abschlusszielen oder Anschlussevents. Wir freuen uns immer über Anregungen.

Zum Vormerken:
Die nächste Critical Mass rollt am 25. Juli. Infos folgen.

Wie von den letzten Aktionen gewohnt, werden wir wieder ca. 1-1,5 Stunden durch die Innenstadt fahren und dabei auf bekannte sympathische Art gemeinsam für mehr Aufmerksamkeit für Radfahrer*innen sorgen.

Prüft vor dem Start zuhause bitte eure Lichter und stellt sicher, dass ihr als Radler*innen gut zu sehen seid! Wenn ihr wollt und habt, schmückt eure Räder gerne mit Lichterketten und Speichenlichtern. Vor dem Losfahren aktiviert bitte GPS und die App „Critical Maps“ – dann sind wir mit der Pforzheimer Critical Mass auch online live zu sehen.

Mehr Sichtbarkeit für unser Anliegen

Wir greifen gerne eine Anregung aus eurer Mitte auf und bieten euch für die Critical Mass eine Auswahl von verschiedenen Demo-Plakaten. Sucht euch die Botschaften heraus, die euch am besten gefallen, druckt die betreffenden Plakate aus und bringt sie an Fahrrad, Hänger und/oder Radler*in befestigt gerne mit zu unser nächsten gemeinsamen Tour. Wenn euch ein Slogan fehlt, immer her mit der Idee!

Zusätzlich hier noch der Flyer und unser neutrales Werbeplakat für die monatliche Critical Mass. Bei den Aktionen gibt es immer gedruckte Flyer und je nach Verfügbarkeit auch anderes Werbematerial. (Da sich die Materialien nicht von alleine finanzieren, freuen wir uns über eine kleine Unkostenspende).

Grundregeln für gute Stimmung und ein gesundes Miteinander

  • Bitte mitbringen: Funktionierende Fahrradleuchten + Lichterketten + sichtbare Kleidung/Warnwesten + gute Laune + Klingeln + Musik. Je mehr von allem, umso mehr Stimmung!
  • Die Radwelt ist bunt: Egal, ob mit Stadt- oder Sportrad, ob mit oder ohne E-Antrieb, ob Normal- oder Lastenrad, Velomobil oder Spezialfahrzeug, ob mit einem, zwei oder mehr Rollrädern, ob im Anhänger oder selbst auf der Zugmaschine, ob mit großen Rädern oder auf ganz kleinen Rollen, ob aus Pforzheim oder von anderswo – bei der Critical Mass ist jede*r herzlich willkommen!
  • Hinweis für (Groß-)Eltern: Wir freuen uns auch bei den Critical Mass-Fahrten über mitradelnde Kinder, sie müssen aber „bergfit“ sein und bei Erwachsenentempo mithalten können.

Die Critical Mass rollt jeden Monat
Critical – was? Eine möglichst große Zahl an Radfahrer*innen schließt sich regelmäßig (in Pforzheim: jeden letzten Freitag im Monat) zu einer Gruppe zusammen und fordert so ihren Platz im Straßenverkehr. Diese weltweite Aktionsform ist eine Gegenbewegung zur alltäglichen städtischen Blechlawine – und eine Feier für das Verkehrsmittel Fahrrad. Wir fordern eine gerechte Aufteilung des Verkehrsraums und sichere Straßen für Radfahrer*innen. Das kommt leider nicht von allein.
Du bist herzlich eingeladen, bei der Critical Mass mitzufahren! Je mehr Leute wir sind, umso besser werden wir wahrgenommen, desto eher werden wir gehört. Unsere Veranstaltungen sind angemeldet und die Polizei sperrt Kreuzungen, schützt uns vor dem Autoverkehr.

Informationen zu den vergangenen Fahrten gibt es hier.

Unsere Freunde vom Kommunalen Kino und wir haben sie lange eingefordert und seit kurzem sind Sie da: Die neuen Radbügel vor dem KoKi laden ab sofort zum entspannten, sicheren Parken ein.

Fahrradparkplätze vor dem Kommunalen Kino Pforzheim
Endlich da: Fahrradparkplätze vor dem Kommunalen Kino Pforzheim

Sharepic für die Kultur-Radtour 2025 der Kulturregion Nordschwarzwald
Gerne verteilen: Sharepic für die Kultur-Radtour 2025 der Kulturregion Nordschwarzwald

Radeln. Rätseln. Gewinnen.

Kennt ihr schon die „Kultur-Radtour“ der Kulturregion Nordschwarzwald? Auf der 26 Kilometer langen schönen Strecke zwischen Reuchlinhaus und Calwer In­nenstadt erwartet euch ein kreatives Such- und Entdeckspiel mit interessanten Gewinnchancen. Rätselspaß und neue Einblicke in Kultur und Landschaft sind vorprogrammiert, als Hauptgewinn lockt ein Panoramablick aus dem Heißluftballon.

Die Kultur-Radtour und das Gewinnspiel sind Teil des Kultursommers Nordschwarzwald 2025 und laufen noch bis zum 21. September. Spielanleitung und Quizfragen findet ihr hier. Viel Spaß beim Quizzen!

(von West nach Ost ist der Gehweg auf dem Foto zugleich auch der Radweg)

Am 29. Mai 2016 schrieb die PZ , die frischgebackene Baubürgermeisterin Sibylle Schüssler wolle „den Enztalradweg schon auf Höhe des Messplatzes auf die rechte Seite verlegen, wie vom Verkehrsclub gefordert, und über die Jörg-Ratgeb-Straße bis zum Steg am Waisenhausplatz führen. Dort könnten Radler die Seite wieder problemlos wechseln“. (Artikel „Mehr Pforzheimer sollen auf’s Rad“ von Martina Schäfer).

Im Mai 2017 übernahm OB Peter Boch die Verantwortung im Pforzheimer Rathaus. Anlässlich einer Unterschriftenaktion der Critical Mass und in Reaktion auf diverse Unfälle versprach er am 12. September 2019, noch im Frühjahr 2020 den Radweg auf die südliche Seite der Enz zu verlegen (Artikel „Radweg wird in die Ratgeb-Straße verlegt“ von Ulla Donn-von Yrsch im Pforzheimer Kurier vom 13. September 2019).

https://www.fahrradstadt-pforzheim.de/wp-content/uploads/2020/04/PK-Artikel-Enztalradweg-19_09_13-Boch-verspricht-ihn-auf-die-Suedseite-zu-verlegen.pdf

Eine so kurzfristige Terminplanung war zu mutig für Pforzheimer Verhältnisse, wie sich in der Folge herausstellte.

Auf die Frage des Stadtrats Christof Weissenbacher an Herrn Auer (Leiter des Pforzheimer Grünflächen und Tiefbauamtes) im Planungs- und Umweltausschuss am 05.02.2020 ob denn nun die Verlegung des Radwegs von nördlich der Enz auf südlich der Enz in diesem Frühjahr stattfinden würde, teilte dieser mit, „dass aufgrund der Zeitläufe für Ausschreibungen die Verlegung erst im Herbst erfolgen kann“. (lt. Bürgerinformationssystem, TOP Ö 5).

Im Oktober 2023 findet anlässlich der Critical Mass eine Gedenkbefahrung des nach wie vor auf der nördlichen Seite der Enz befindlichen Enztalradwegs statt.

In 2025 hat Peter Boch am Neujahrsempfang den Wahlkampf damit eröffnet, dass er seinen prospektiven, bessergestellten Wählern versprochen hat, auf den Hauptstraßen der Stadt Tempo 50 wieder einzuführen. Obwohl eigentlich widerrechtlich wegen gesundheitsschädlicher Lärmbelastung für Anwohner, wird dies im Lärmaktionsplan (ausgerechnet da!) damit gerechtfertigt, dass in gutsituierten Wohngebieten Verkehrsberuhigung stattfinden soll und so dass Wohlergehen der Reicheren die Gesundheitsschädigung der Ärmeren ja kompensiere. Soviel Durchsetzungswille hätten wir uns auch für den Radverkehr gewünscht.

Inzwischen (Juli 2025) hängt die Südverlegung des Enztalradwegs daran, dass an der Benckiserbrücke eine Querung und die Verknüpfung mit dem Enztalradweg auf der Nordseite der Enz hergestellt werden muss. Das scheint nach immerhin nun neun Jahren völlig neu und unfassbar schwer zu sein, so dass ein Umsetzungstermin weiterhin nicht in Aussicht ist.

Wir werden das weiter beobachten.