Spaß und gute Laune stehen am 9. Oktober im Mittelpunkt, wenn Frauen von ADFC und Critical Mass Mädchen und Familien aus Pforzheim gemeinsam zu einem Fahrradparcours einladen. Die Aktion findet im Rahmen des Welt-Mädchentags von 15 bis 17 Uhr auf dem Marktplatz statt und vermittelt Mädchen spielerisch und unterhaltsam mehr Sicherheit beim Radfahren.

Beim Fahrradparcours können Mädchen, die bereits Fahrrad fahren können, bei leichten Fahrrad-Übungen ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen. Zusätzlich bekommen sie Tipps für ein verkehrssicheres und funktionstüchtiges Fahrrad.

Für Mädchen ohne eigenes Rad, werden vor Ort Fahrräder zur Verfügung gestellt.

Hintergrund:

  • Mit dem Fahrrad können Mädchen Freiheit und Selbständigkeit erleben.
  • Es ist auf kurzen Strecken das schnellste Verkehrs- und Transportmittel. Mit dem Fahrrad können Mädchen ihre Freizeit ohne Eltern-Taxi gestalten, sich mit Freund*innen treffen und ihre Stadt und schöne Umgebung erkunden.
  • Das Fahrrad ist das kostengünstigste Verkehrsmittel überhaupt.
  • Darüber hinaus ist es das umweltfreundlichste Verkehrsmittel. Radelnde Mädchen sind also echte Umweltengel!
  • Und für Mädchen gilt für uns alle: Bewegung an der frischen Luft tut gut und Fahrradfahren macht Spaß!
Sharepic zum Welt-Mädchentag am 9. Oktober 2021

[Wir] schlagen […] Ihnen vor, die Bürgerbeteiligungsmaßnahme inhaltlich und zeitlich passend während der diesjährigen Europäischen Mobilitätswoche vom 16. bis 22. September durchzuführen.

Wir finden toll, dass Oberbürgermeister Boch in diesem Herbst die Pforzheimer Bürgerinnen und Bürger an der Umgestaltung der Zerrennerstraße beteiligen möchte. Gemeinsam mit dem ADFC Kreisverband Pforzheim-Enzkreis, Greenpeace Pforzheim und dem VCD Pforzheim/Enzkreis e.V. haben wir unserem Oberbürgermeister am 13. August mit einem offenen Brief hierzu einen Vorschlag unterbreitet. Im Folgenden zwei weitere Auszüge:

Damit sich möglichst alle Teile der Pforzheimer Stadtgesellschaft […] einbringen und die Perspektiven von Einwohnerschaft, Gastronomie, Handel, Stadt, Umwelt und Verkehr gleichermaßen beleuchtet werden können, regen wir hierfür einen mehrtägigen Beteiligungsprozess mit verschiedenen niedrigschwelligen Impuls- und Austauschformaten zu unterschiedlichen Tageszeiten an.

Um allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern dabei eine persönliche Inaugenscheinnahme und kurze Wege zum Diskussionsobjekt zu ermöglichen, schlagen wir Ihnen ferner vor, die Beteiligungsmaßnahme am unmittelbaren Ort des Planungsgeschehens direkt auf der Zerrennerstraße durchzuführen und die Zerrennerstraße zu diesem Zweck für eine Woche zwischen Leopold- und Deimlingstraße in beiden Richtungen für den durchgehenden Autoverkehr zu sperren.

Den vollständigen Wortlaut unseres offenen Briefs könnt ihr hier einsehen. Wir sind gespannt, wie Herr Boch und die zeitgleich angeschriebenen (Jugend-)Gemeinderäte auf unsere Anregungen reagieren.

Wenn Oberbürgermeister Boch und die Stadtverwaltung unseren gemeinsamen Vorschlag aufgreifen, freuen wir uns auf eure rege Beteiligung – und eine Zerrennerstraße mit viel gelebter Diskussions-, Rad- und Stadtkultur!

Mit dem Fahrrad auf dem Popupradweg in Pforzheim

Aufgrund der Corona-Krise ist der Autoverkehr kurzzeitig massiv zurück gegangen und man kann in den Straßen einen signifikant erhöhten Radverkehr beobachten. Städte auf der ganzen Welt haben daher Popupradwege eingerichtet. Aktivisten der Critical Mass Pforzheim haben in einem Brief an die Stadtverwaltung temporäre Schutzzonen für Radfahrer und Fußgänger gefordert: zum einen auf dem Innenstadtring, weil dort zur Zeit wesentlich schwächerer Autoverkehr ist. Die Radfahrer sind durch knapp überholende Autofahrer trotzdem gefährdet. Zum anderen in den Straßen am Sedansplatz, denn dort wäre mehr Aufenthaltsqualität ein großer Gewinn. Zum Beispiel in der Dillsteiner Straße können die Cafés jetzt zwar wieder öffnen, aber deren Besucher an den Außentischen sitzen nach wie vor in einem Meter Abstand von den davor parkenden Autos. Wie leicht könnte man angesichts der schönen Geschäfte in dieser Straße das Flair einer Flaniermeile entstehen lassen, wenn die Dillsteiner Straße den Bürgern als Lebensraum statt als Parkraum zur Verfügung gestellt werden würde. Die lapidare Antwort der Stadt war, dass es zu kompliziert sei Popupradwege einzurichten.

Der VCD Kreisverband Pforzheim-Enzkreis hat dies zum Anlass genommen, im Rahmen einer Versammlung am 23. Mai 2020 für eine Stunde einen temporären Popupradweg auf der Luisenstraße entstehen zu lassen. Die Teilnehmer der Aktion fuhren mir ihren Fahrrädern im Regen den Rundkurs Museumstraße-Luisenstraße-Poststraße-Kiehnlestraße und hatten so viel Spaß, dass die Aktion an anderer Stelle wiederholt werden soll.

In etwas größerem Rahmen wurde dann am Sonntag, 7. Juni 2020, ein Popupradweg auf der Zerrennerstraße eingerichtet. Paul Hoffer hat darüber einen sehr schönen Film auf seinem Youtube-Kanal veröffentlicht.

Vielleicht erlebt Pforzheim bald einen autofreien Tag?

Für weitere Informationen zur Umsetzung von Popupradwegen in Berlin verweisen hier wir auf ein Video des Deutschen Instituts für Urbanistik.

Anlässlich eines erst kürzlich erfolgten Unfalls an der ungesicherten Kreuzung Enztalradweg / Deimlingstr., bei der ein Fahrradfahrer schwer verletzt wurde, führten wir am 28. Februar 2020 eine Kundgebung vor Ort durch. Wir forderten eine sichere Ausgestaltung der Radwegkreuzung. Berichtet wurde in der PZ, bei der Polizei und bei Natenom.