Leider kein verspäteter Aprilscherz: Diesmal werden wir bei der Critical Mass unsere Räder schieben. Zumindest ein kurzes Stück. Aber der Reihe nach:
Hast du schon mal versucht, von Birkenfeld, dem Arlinger oder aus Richtung Keltern nach Brötzingen zu radeln? Vielleicht zur Brötzinger Schule, zur Fritz-Erler-Schule, zum Entenspielplatz oder der Christuskirche? Es ist ein Ding der Unmöglichkeit, denn dazwischen liegt mit der B294 eine echte No-Ride-Area. 7 Spuren für den motorisierten Verkehr. Keine einzige Spur für Radfahrende. Ein langer Umweg über den Sandweg zum Enztalradweg in Richtung Innenstadt. Wer direkt nach Brötzingen möchte muss an der großen Kreuzung B294/Dietlinger Straße/Habermehlstraße schieben.
Kein Durchkommen für Radfahrenden vom Arlinger oder Birkenfeld in Richtung Brötzingen
Auf diese krasse Lücke in Pforzheims Radinfrastruktur wollen wir gemeinsam aufmerksam machen. Davor machen wir einen kleinen Abstecher zu unseren radfahrenden Freundinnen und Freunden in Birkenfeld, die ebenfalls am 24.04. (aber schon um 16.00 Uhr) die erste Critical Mass in Birkenfeld veranstalten. Sie wollen dabei auf die mangelhafte Umsetzung des Radverkehrskonzepts in Birkenfeld aufmerksam machen. Hört sich bekannt an?
Sharepics zum gerne verteilen.
Auf dem Weg nach Birkenfeld freuen wir uns jedoch an einem wirklich gut gelungenen Stück Radinfrastuktur entlang der alten Kleinbahntrasse. Natürlich geht das aber auch nicht ohne Lücke: Kurz nach der Arlingerkreuzung müssen wir leider bergauf über Schotter, um zu diesem sehr schönen Radweg zu gelangen. Die gesamte Route gibt’s wie immer auf Komoot:
Treffpunkt: Freitag, 24. April, ab 18.30 Uhr, auf dem Waisenhausplatz (zwischen Theater und CCP) 19.00 Uhr Ansprachen und Start Critical Mass
Fahr mit, bring Musik und Beleuchtung mit und lass uns gemeinsam sichtbar sein.
Radel mit und setze mit uns ein Zeichen!
Unser Aufruf für die monatliche Critical Mass
Sei dabei und komm, wenn du willst, gerne mit eigener Musik, Speichenleuchten, mobilen Discokugeln oder anderen bunten Lichtern. Gemeinsam machen wir sichtbar:
Pforzheim braucht eine nachhaltige Verkehrswende – und dafür eine sichere, faire und mutige Verkehrspolitik. Die tolle Doku „Cycling Cities“ von Ingwar Perowanowitsch zeigt verständlich auf, wo auch Pforzheim ansetzen könnte.
https://www.fahrradstadt-pforzheim.de/wp-content/uploads/2026/04/2604_CM_Sharepic_wide.jpg548747arhttps://www.fahrradstadt-pforzheim.de/wp-content/uploads/2020/08/FahrradstadtPforzheim-1030x274.jpgar2026-04-08 16:23:072026-04-16 23:30:54Critical Mass am 24. April – diesmal wird geschoben!
https://www.fahrradstadt-pforzheim.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_20260329_2126019992.jpg13251580PHhttps://www.fahrradstadt-pforzheim.de/wp-content/uploads/2020/08/FahrradstadtPforzheim-1030x274.jpgPH2026-04-08 16:22:542026-04-08 16:22:55Das ADFC-Tourenprogramm für das Fahrradjahr 2026
Am Samstag, 25. April 2026, wird Pforzheim bunt, laut und fröhlich – denn es ist wieder Zeit für die Kidical Mass. Nicht nur bei uns, sondern zeitgleich deutschland- und europaweit auch in vielen anderen Städten.
Wir wollen eine Stadt, in der sich alle sicher und selbständig mit dem Rad bewegen können!
Unsere Kidical Mass-Botschaft an die Lokalpolitik
Unsere ganz besondere Fahrraddemo richtet sich an Kinder, Familien und alle, die sich eine kindgerechte und sichere Verkehrsinfrastruktur wünschen. Gemeinsam mit vielen kleinen und großen Radfahrenden wollen wir zeigen: Pforzheim braucht mehr Platz und Sicherheit für Radfahrende – besonders für die Jüngsten unter uns!
Treffpunkt: Samstag, 25. April, ab 09.30 Uhr, auf dem Waisenhausplatz (zwischen Theater und CCP)
Ob auf dem Kinderrad, im Anhänger, mit dem Laufrad, einem Lastenrad oder einem Spezialfahrrad – bei der Kidical Mass sind alle willkommen. Egal, ob Eltern, Großeltern, Geschwister oder Freundinnen und Freunde – wir setzen gemeinsam ein buntes, fröhliches und friedliches Zeichen für mehr Fahrradfreundlichkeit in unserer Stadt. Tragt euch den Termin bitte in eurem Familien- oder Enkelkalender ein und verteilt ihn mit dem Kidical Mass-Flyer gerne in Kita, Schule und Freundeskreis.
Bringt alle Freundinnen und Freunde mit und lasst uns gemeinsam die 500 knacken!
Unser Teilnahmeziel für die Kidical Mass
Programm:
ab 09:30 Uhr:Malen, Basteln und Freunde treffen Gemeinsam schmücken wir auf dem Waisenhausplatz unsere Fahrräder mit bunten Bändern, Luftballons und liebevollen Botschaften. Farben, Bastelmaterialien und gute Laune stehen bereit!
11:00 Uhr: Begrüßung und Start Kidical Mass In sicherem Tempo fahren wir auf einer kindergerechten Strecke gemeinsam durch die Stadt – begleitet von der Polizei, damit sich alle Teilnehmenden, ob groß oder klein, sicher fühlen können. Auf der Strecke wartet zusätzlich ein mobiles Unterhaltungsprogramm auf euch – lasst euch überraschen, das wird toll!
Für jedes mitfahrende Kind gibt es am Ziel zur Belohnung eine kostenlose Kugel leckeres Eis. (Vielen Dank an die Eisdiele Celeste für die süße Spende.)
Am Ziel beim Café Luise erwartet euch ein buntes Fest für die ganze Familiemit Verpflegung, Spielangeboten und Mitmachaktionen:
Zeichenmaschinen von Moki: Kreatives Malen rund ums Fahrrad
Kreativstationen vom Kinderkunstraum: Malen an der Drehscheibe, Basteln und Kettenreaktionen bauen
Fahrradparcours vom ADFC Pforzheim-Enzkreis: Kinder können auf einem Slalomkurs mit Wippe ihre Fähigkeiten testen und zeigen, wie sicher sie schon mit dem Rad unterwegs sind.
Upcycling-Aktion: Eigene T-Shirts oder Taschen gestalten (Paint, Reuse, Recycle)
Edelsteinsuche: Eigene kleine Schätze entdecken
Spielstationen & Glücksrad sowie weitere Überraschungen
Essen & Getränke vor Ort (Vielen Dank an Lindemann Fruchtsäfte für die gesunde Flüssignahrung, an das Team von Café Luise und allen Kuchenspendenden und helfenden Händen für die tolle Unterstützung!)
Weitere Sharepics zum gerne Teilen!
Warum machen wir die Kidical Mass?
Kinder haben ein Recht auf sichere Wege. Doch noch immer fehlt es in Pforzheim an sicheren, durchgängigen und kinderfreundlichen Radwegen. Mit der Kidical Mass wollen wir gemeinsam sichtbar machen, wie wichtig es ist, dass sich Kinder selbstständig und sicher mit dem Fahrrad durch die Stadt bewegen können.
Kinder haben ein Recht auf sichere Wege.
Unser Antrieb für die Kidical Mass
Unsere Demo ist bunt, laut und friedlich – und zeigt: Der öffentliche Raum gehört uns allen! Wir laden alle ein, sich an unserer Aktion zu beteiligen und dafür klingelnd und mit Musik in die Pedale zu treten. Von kleinen Kindern im Fahrradanhänger, Kindern auf ihren eigenen Fahrrädern, Eltern bis hin zu radbegeisterten Teens und Großeltern sind alle herzlich willkommen!
Wir freuen uns über Unterstützung!
Wir freuen uns über Geschwister, Cousins und Cousinen, Tanten und Onkel und andere Interessierte ab 18 Jahren, die uns als radelnde Ordnerin oder Ordner unterwegs helfen, gemeinsam mit der Polizei Kreuzungen und Einfahrten abzusichern. Wenn ihr Lust und Zeit habt, laden wir euch herzlich zu einem Schnuppertraining bei der Critical Mass am Freitagabend ein. Bei Interesse tragt euch bitte in unsere Ordnerinnen- und Ordnerliste ein und meldet euch unter criticalmass-pf@posteo.de oder auf einem unser Online-Kanäle:
Aktionsbündnis
Die Kidical Mass Pforzheim wird von einem breiten Bündnis aus lokalen Initiativen, Organisationen und engagierten Einzelpersonen unterstützt. Gemeinsam sagen wir: #StraßenFürAlle | #StreetsForKids | #SelbstUndSicher
Wir planen gemeinsam mit dem Team der Mobilen Kinderangebote Pforzheim aktuell schon fleißig das Kidical Mass-Programm für 2026. Tragt euch die beiden bereits feststehenden Termine jetzt schon dick in den Kalender ein und leitet sie mit unseren Sharepics direkt an Freundinnen, Freunde und Familien weiter. Je mehr wir sind, desto sichtbarer werden wir!
Bitte verteilen: Sharepics für die Kidical Mass Pforzheim am 25.042026 und 26.09.2026, jeweils ab 11 Uhr auf dem Waisenhausplatz. Das Bild zeigt im Vordergrund sieben Kinder auf und neben ihren mit gelben Luftballons geschmückten Fahrrädern.
Aktionstermine zum Vormerken:
Samstag, 25. April 2026, 11.00 Uhr
Samstag, 25. April 2026, 11.00 Uhr (jeweils zwischen Theater und CCP auf dem Waisenhausplatz)
Als Veranstaltenden ist uns wichtig, dass alle mitfahren können und willkommen sind – besonders Kinder, mit oder ohne Behinderung. In Kooperation mit der Lebenshilfe Pforzheim_Enzkreis bieten wir Unterstützung für alle, die sich unsicher fühlen oder eine Begleitung wünschen. Auch für Rollstühle wird es voraussichtlich geeignete Anhänger geben.
An beiden Tagen sind wir mit der Kidical Mass Pforzheim wie in den letzten Jahren wieder Teil der bundesweiten Aktion „Kinder auf’s Rad!“. Zeitgleich mit uns werden deutschland- und europaweit viele weitere bunte Fahrraddemos durch andere kleine und große Städte radeln und gemeinsam mit uns eine kinderfreundlichere Verkehrspolitik und den Ausbau einer sicheren Infrastruktur für kleine und große Radfahrer*innen einfordern.
Pforzheim braucht mehr Platz und Sicherheit für Radfahrende – besonders für die Jüngsten unter uns!
Unsere Kidical Mass-Botschaft an die Lokalpolitik
Blick von vorne auf ein mit einem Stoffnashorn geschmücktes Fahrrad mit Plakat „Sichere Radwege JETZT!“
Ein mangels Radbügel an einem Laternenpfahl abgeschlossenes Gazelle-Rennrad (Foto: Peter Heissenberger).
Wenn ihr aus dem Fahrradalltag heraus Fragen zu einem bestimmten Platz oder einer Straßen- oder Kreuzungssituation in Pforzheim habt oder der Stadt konkrete Vorschläge für eine Verbesserungsmaßnahme für Radfahrende im öffentlichen Raum machen wollt, beispielsweise…
für sichere Abstellmöglichkeiten für eure Fahrräder (z.B. an der Kita oder Schule eurer Kinder, in der Nähe von Arztpraxen, Geschäften oder Gastronomie…)
für eine leider noch fehlende sichere Querungshilfe auf eurer Pendelstrecke oder dem Schulweg eurer radelnden Kinder
für die Umwidmung eines von euch und vielen anderen Radfahrenden genutzten Straßenabschnitts in eine Fahrradstraße
…
dann könnt ihr euch per Mail oder telefonisch direkt mit dem Team Radverkehr im Rathaus in Verbindung setzen.
Nehmt uns oder unsere Freunde vom ADFC Pforzheim-Enzkreis bei Mailanfragen an die Stadt gerne in Kopie. Dann bekommen wir von euren Anliegen mit und können eure Wünsche oder Sorgen ggf. auch als Aktionsthema aufgreifen.
https://www.fahrradstadt-pforzheim.de/wp-content/uploads/2026/02/DSC03628.jpg15002000PHhttps://www.fahrradstadt-pforzheim.de/wp-content/uploads/2020/08/FahrradstadtPforzheim-1030x274.jpgPH2026-02-08 19:26:142026-02-08 19:28:01Habt ihr Fragen oder Vorschläge zur Verbesserung der Pforzheimer Infrastruktur?
Beispielbild für ein Schlagloch mit Gefährdungspotenzial
Da es nach den Frostnächten auf unseren Alltagswegen aktuell oft mehr holpert als sonst, möchten wir euch nochmal auf das Online-Formular für Schadensmeldungen hinweisen.
Egal, ob…
ihr im Fahrradalltag um Schlaglöcher kurven müsst
durch Brombeere oder andere wild wuchernden Pflanzen fast nichts mehr vom Gehweg übrig ist
Radstreifen, Gehweg oder eine Kreuzungsecke (mal wieder) von Autos zugeparkt ist
eine Straßenlampe nicht funktioniert
die Ampel nicht oder zu spät reagiert
die Grünphase für Fuß- oder Radverkehr viel zu kurz ist
oder es ein anderes Problem gibt,
…mit dem Online-Formular könnt ihr das Problem einfach und bequem direkt an die Stadt melden (kein Muss, aber am besten mit erläuterndem Bild). Eure Meldung geht dann im Baudezernat ein und wird von dort – mit Rückmeldung an euch – an die zuständige Fachabteilung weitergeleitet. Je nach Problem, meldet sich anschließend die Fachabteilung nochmal bei euch zurück – oder der Schaden wird direkt behoben.
https://www.fahrradstadt-pforzheim.de/wp-content/uploads/2024/02/IMG_20240225_140234_02.jpg14231304PHhttps://www.fahrradstadt-pforzheim.de/wp-content/uploads/2020/08/FahrradstadtPforzheim-1030x274.jpgPH2026-02-08 17:56:272026-02-08 17:56:28Anlaufstelle für Schlaglöcher oder zu kurze Ampelphasen
Ulrike Medger spricht bei der Auftaktkundgebung vor der Staatsanwaltschaft Pforzheim von einer Fußgängerbrücke zu den Teilnehmenden auf der Straße. (Foto: Roger Anton)
„bike down“ am Pforzheimer Leopoldplatz (Foto: Jan & SmolHaj)
Mit klaren und bewegenden Redebeiträgen, einem „bike down“ auf der Pforzheimer Einkaufsmeile Leopoldplatz und der gemeinsamen Fahrt zu Andreas‘ Ghostbike an der Unfallstelle auf der L574 zwischen Neuhausen und Schellbronn haben wir mit rund 200 Teilnehmenden ein deutliches Zeichen gegenüber Politik und Gesellschaft gesetzt und gemeinsam die Vision Zero als Grundlage jeder Verkehrsplanung eingefordert.
Viele der getöteten Radfahrer sind komplett ohne Schuld, waren nur im falschen Moment am falschen Ort. […] Es ist die Infrastruktur […], die uns nicht genug hilft, diese Unfälle zu vermeiden.
Jetzt ist wieder ein Jahr vergangen, das die Behörden nicht genutzt haben, um sichere Überholabstände zu gewährleisten. Das kann man einfach nur mit fehlendem Willen erklären.
Je höher die Überschreitung einer Geschwindigkeitsbegrenzung, desto höher der Anteil an Männern. Je schlimmer der Unfall, desto wahrscheinlicher ist es, dass ein Mann ihn verursacht hat.
So wie gerade in der Schweiz das Thema Brandschutz diskutiert wird, angesichts von 40 Toten in Crans Montana und 100 Schwerverletzten, genauso erwarte ich von unserer Bundesregierung, von unserer Landesregierung und von unseren Kommunen, dass die 40 Toten im Straßenverkehr, die jede Woche zu beklagen sind, genauso intensiv jede Woche diskutiert werden.
Hier der Mitschnitt der gesamten Auftaktkundgebung mit allen Redebeiträgen:
Vielen Dank an den ADFC Frankfurt am Main, dem grandiosen Technikteam und allen Beteiligten!
Parallel zur zentralen Gedenkveranstaltung in Pforzheim gab es flankierende Aktionen und Gedenkfahrten in Berlin, Dresden Hamburg, Hannover, Kiel und München. Allen Veranstaltenden und Teilnehmenden vielen Dank für eure Unterstützung!
Route der Berliner Gedenkfahrt in Form eines Elefanten (in Erinnerung an Andreas Mandalka alias Natenom und seinen Plüschelefanten Kagube)
https://www.fahrradstadt-pforzheim.de/wp-content/uploads/2026/02/31-01-26_web-14_Paul.jpg8071317PHhttps://www.fahrradstadt-pforzheim.de/wp-content/uploads/2020/08/FahrradstadtPforzheim-1030x274.jpgPH2026-02-02 23:19:382026-02-10 22:14:36Rückblick auf die zentrale Natenom-Gedenkfahrt am 31.01.2026 in Pforzheim
Gerne verteilen: Werbemotiv für die Critical Mass Pforzheim am 30.01.2026
Wir freuen uns darauf, am 30. Januar mit der nächsten Critical Mass gemeinsam mit euch ins neue Aktionsjahr zu starten!
Treffpunkt: Freitag, 30. Januar , ab 18.30 Uhr, auf dem Waisenhausplatz (zwischen Theater und CCP) 19.00 Uhr Ansprache und Start Critical Mass
Wir fordern auch 2026 für und in Pforzheim mehr Umsetzungstempo bei der lokalen Verkehrswende. Um symbolisch ein klingelndes und leuchtendes Ausrufezeichen zu setzen, haben wir eine Strecke mit drei Kreisverkehren angemeldet, die wir jeweils mit einer zusätzlichen Verkehrswende-Runde durchfahren.
Zum Aufwärmen und für einen gemeinsamen Abschluss haben wir am Ziel gegenüber der Stadtbibliothek Tische im Obergeschoss des Restaurants Urban Souk reserviert. Mit Blick auf die Natenom-Gedenkfahrt am Samstag rechnen wir mit mitradelnden Gästen von außerhalb und freuen uns, trotz traurigem Anlass, auf einen überregionalen Austausch.
Radel mit und setze mit uns ein Zeichen!
Sei dabei und komm, wenn du willst, gerne mit Speichenleuchten, mobilen Discokugeln oder anderen bunten Lichtern. Gemeinsam machen wir sichtbar:
Pforzheim braucht eine nachhaltige Verkehrswende – und dafür eine sichere, faire und mutige Verkehrspolitik.
Am 27. Februar laden wir euch an Stelle der regulären Critical Mass gemeinsam mit unseren Freunden von Fridays For Future zum nächsten Klimastreik ein.
Ein bildgewaltiger Film, der eine neue Geschichte der Mobilität erzählt. Ein Film, der inspiriert, zum Nachdenken anregt und dazu einlädt, unsere Städte von Grund auf neu zu denken. Lokalpolitiker*innen und allen an lebenswerten Städten interessierten herzlich zum Anschauen empfohlen!
Es mangelt uns nicht an öffentlichen Flächen. Es mangelt an der Vorstellungskraft, sie zu verändern.
441 ist die in Deutschland gesellschaftlich akzeptierte Zahl an Menschen, die sterben müssen, weil wir keine sichere Rad-Infrastruktur haben.
Wir – das Aktionsbündnis zur Natenom-Gedenkfahrt – akzeptieren diesen Zustand nicht. Wir können nicht hinnehmen, dass Familien auseinandergerissen werden, dass Kinder ihre Eltern oder Eltern ihre Kinder verlieren, nur weil sie Rad fahren wollten.
Deswegen werden wir auch 2026 wieder trotz Kälte und Frost in Pforzheim und vielen anderen Städten der Republik demonstrieren. Die zentrale Gedenkveranstaltung findet am Samstag, 31.01.2026 um 11:00 vor der Staatsanwaltschaft Pforzheim statt.
Treffpunkt: Samstag, 31.01.2026, 11.00 Uhr vor der Staatsanwaltschaft Pforzheim Lindenstraße 3, 75175 Pforzheim (Nähe Hauptbahnhof Pforzheim)
Wir werden dort laut und massiv klarmachen:
Unsere Infrastruktur muss sicher werden. Radfahren muss alltäglich sicher möglich sein. Kinder müssen jederzeit sicher mit dem Rad zur Schule fahren können. Alltägliche Wege zur Arbeit, zum Einkaufen oder in der Freizeit müssen sicher zurückgelegt werden können.
Aktionsbündnis Natenom-Gedenkfahrt
Andreas Mandalka teilte diesen Wunsch und diese Forderungen. Er dokumentierte Orte und Situationen, die für Radfahrende gefährlich sind. Er nutzte das Fahrrad als tägliches Fortbewegungsmittel und ließ sich weder durch Wind und Wetter noch durch die mangelhafte Infrastruktur davon abhalten. Am 31.01.2024 wurde er auf der L574 zwischen Neuhausen und Schellbronn getötet.
Genau dorthin fahren wir auch dieses Jahr wieder:
Wir wollen vor Ort gedenken, aber auch deutlich hörbar klarmachen, dass sich an der unsicheren Infrastruktur auf Andreas Pendelstrecke zwischen Pforzheim und seinem Wohnort immer noch nichts getan hat – genau so wie an vielen anderen Stellen in unserem Land. Während Autobahnen, Tunnels und Bundesstraßen mit Milliardenbeträgen gebaut, saniert und erweitert werden, stehen für die Radinfrastuktur nur marginale Mittel bereit. Der Ausbau einer fehlerverzeihenden Infrastruktur muss Priorität bekommen.
Gerne ebenfalls verteilen
Die Vision Zero ist ein politisches Ziel: null Verkehrstote auf unseren Straßen. 441 tote Radfahrende im Jahr 2024 zeigen, wie weit wir davon entfernt sind. Die Vision Zero muss Grundlage jeder Verkehrspolitik sein – nicht nur ein Lippenbekenntnis.
Seid dabei, fahrt bei den parallelen Gedenkfahrten in Berlin, Hamburg, Hannover oder München mit oder kommt mit der Bahn oder einem der Zubringer zur zentralen Gedenkveranstaltung nach Pforzheim:
Zusammen setzen wir ein klares Signal für die Sicherheit aller Radfahrenden. Gemeinsam mit euch wollen wir mit mindestens 441 Teilnehmenden einen „Bike-Down“ auf dem Pforzheimer Leopoldplatz machen. Damit wollen wir Medien und Politik zeigen, dass sie nicht über abstrakte Zahlen berichten und entscheiden, sondern über Menschen.
Hinweise für Teilnehmende von außerhalb:
Es gibt Zubringertouren aus Frankfurt am Main, Karlsruhe, Stuttgart und anderen Städten. (Infolinks und Startpunkte findet ihr auf der Aktionsübersicht. Wenn ihr einen weiteren Zubringer oder eine eigene Gedenkfahrt plant oder eure Aktion auf der Aktionskarte noch fehlt, meldet euch bitte auf einem unserer Kanäle unten.)
Vor dem Start gibt es zur Stärkung wieder Tee und vegan belegte Backwaren. (Wenn ihr die Helfer*innen nicht auf Anhieb findet, fragt nach dem Verpflegungslastenrad.)
Wenn ihr einen Schlafplatz braucht, meldet euch bitte auf einem unserer Kanäle unten. Wir versuchen gerne, private Übernachtungsmöglichkeiten zu vermitteln.
Wer per Bahn oder Rad bereits im Vorfeld anreist, kann am 30.01. ab 18.30 Uhr zusätzlich bei unserer monatlichen Critical Mass mitradeln.
Update für Bahnanreisende aus Richtung Karlsruhe: Der RE1 von Karlsruhe wird wegen Bauarbeiten über Bruchsal umgeleitet und hält am 30.01. und 31.01. leider nicht in Pforzheim. Zwischen Karlsruhe und Pforzheim fahren lediglich die S5 und einzelne MEX-Züge. Von der Benutzung der S5 raten wir ab, das sind sehr kurze Züge ohne ausreichende Kapazitäten für Fahrräder. Am Samstagvormittag fährt als einziger Regionalzug der MEX17a um 09:12 Uhr (Ankunft in Pforzheim um 09:34 Uhr). Da dieser Zug schon ohne Fahrräder sehr voll werden dürfte, empfehlen wir euch für die Anreise eine frühe RE1-Verbindung mit Umweg über Bruchsal und Vaihingen (Enz) oder alternativ ab Karlsruhe oder Karlsruhe-Durlach den Anschluss an die Zubringertour aus Karlsruhe.
Vielen Dank! Vielen Dank an alle Teilnehmenden und an alle unterschiedlich helfend Mitwirkenden, die unsere gemeinsame Gedenkveranstaltung ermöglichen – insbesondere an die Aktiven von Zweirat Stuttgart für die Datenarbeit und Zusammenstellung der für alle nutzbaren Karten.
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