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Am Samstag, 20. September 2025, wird Pforzheim bunt, laut und fröhlich – denn es ist wieder Zeit für die Kidical Mass. Nicht nur bei uns, zeitgleich deutschland- und europaweit auch in vielen anderen Städten.

Pforzheim braucht mehr Platz und Sicherheit für Radfahrende – besonders für die Jüngsten unter uns!

Unsere Kidical Mass-Botschaft an die Lokalpolitik

Unsere ganz besondere Fahrraddemo richtet sich an Kinder, Familien und alle, die sich eine kindgerechte und sichere Verkehrsinfrastruktur wünschen. Gemeinsam mit vielen kleinen und großen Radfahrer*innen wollen wir zeigen: Pforzheim braucht mehr Platz und Sicherheit für Radfahrende – besonders für die Jüngsten unter uns!

Treffpunkt:
Samstag, 20. September 2025, ab 09.30 Uhr, auf dem Waisenhausplatz
(zwischen Theater und CCP)

Ob auf dem Kinderrad, im Anhänger, mit dem Laufrad oder dem Lastenrad – bei der Kidical Mass ist jeder willkommen. Egal, ob Eltern, Großeltern, Geschwister oder Freundinnen – wir setzen gemeinsam ein buntes, fröhliches und friedliches Zeichen für mehr Fahrradfreundlichkeit in unserer Stadt. Tragt euch den Termin bitte in eurem Familien- oder Enkelkalender ein und verteilt ihn mit dem Kidical Mass-Flyer gerne an Freunde und Bekannte.

Programm:

  • ab 09:30 Uhr: Kreatives Warm-up
    Gemeinsam schmücken wir auf dem Waisenhausplatz unsere Fahrräder mit bunten Bändern, Luftballons und liebevollen Botschaften. Farben, Bastelmaterialien und gute Laune stehen bereit!
  • 11:00 Uhr: Begrüßung und Start Kidical Mass
    In sicherem Tempo fahren wir gemeinsam durch die Stadt – begleitet von der Polizei, damit sich alle Teilnehmenden, ob groß oder klein, sicher fühlen können.
  • Ziel: Kindermarktplatzfest
    (Marktplatz vor dem Rathaus)

Am Ziel erwartet euch ein buntes Programm mit mit vielen Spiel- und Mitmachaktionen, u.a.:

  • Bastelstation mit Kit Klimamonster – kreativ werden und Nachhaltigkeit spielerisch entdecken
  • Quiz beim Medienrad – testet beim moki-Team euer Wissen rund ums Fahrrad und gewinnt kleine Preise
  • Musik, Spiel & Spaß – ein Fest für die ganze Familie!

Warum machen wir die Kidical Mass?

Kinder haben ein Recht auf sichere Wege. Doch noch immer fehlt es in Pforzheim an sicheren, durchgängigen und kinderfreundlichen Radwegen. Mit der Kidical Mass wollen wir gemeinsam sichtbar machen, wie wichtig es ist, dass sich Kinder selbstständig und sicher mit dem Fahrrad durch die Stadt bewegen können.

Kinder haben ein Recht auf sichere Wege.

Unser Antrieb für die Kidical Mass

Unsere Demo ist bunt, laut und friedlich – und zeigt: Der öffentliche Raum gehört uns allen!
Wir laden alle ein, sich an unserer Aktion zu beteiligen und dafür klingelnd und mit Musik in die Pedale zu treten. Von kleinen Kindern im Fahrradanhänger, Kindern auf ihren eigenen Fahrrädern, Eltern bis hin zu den radbegeisterten Großeltern sind alle herzlich willkommen! 

Aktionsbündnis

Die Kidical Mass Pforzheim wird von einem breiten Bündnis aus lokalen Initiativen, Organisationen und engagierten Einzelpersonen unterstützt.
Gemeinsam sagen wir: StraßenFürAlle | #StreetsForKids | #SelbstUndSicher

Erinnerung und Dank

Unser Freund Andreas Mandalka alias NATENOM hat die Kidical Mass Pforzheim von der ersten Aktion an begleitet und engagiert unterstützt. Die Sicherheit der schwächsten Verkehrsteilnehmer*innen war ihm ein großes Anliegen. Wir sind traurig, dass Andreas und sein kleiner Elefant nicht mehr unter uns radeln.

Person wirft Wahlschein in Wahlurne mit Titel „Kommunalwahlen 2024“

Mit Blick auf die Kommunalwahlen im Juni laden wir euch am 26. April im Anschluss an die Critical Mass gemeinsam mit dem ADFC Pforzheim-Enzkreis und dem Kommunalen Kino zu einem Film- und Diskussionsabend mit Kandidierenden der Kommunalwahl 2024 über Verkehrswende, Radverkehrspolitik und die verkehrspolitischen Ziele in Pforzheim ein.

Von den in Pforzheim antretenden Listen haben wir dazu nach Bekanntgabe durch das Wahlamt je ein*e Vertreter*in zur Diskussion eingeladen. Der politische Abend wird moderiert von unseren Aktiven Christine Fischer und Bastian Wetzke. Sie sind beide im Vorstand des ADFC Pforzheim-Enzkreis und von Beginn an bei der Critical Mass Pforzheim aktiv.

Zur Einstimmung auf die politische Debatte zeigt das Kommunale Kino die mit dem „Zukunftsfilmpreis der Ökofilmtour 2023“ ausgezeichnete arte-Dokumentation „Wie gelingt die Verkehrswende? Metropolen in Bewegung“ von Johan von Mirbach. Der Film zeigt mit Beispielen aus Barcelona, Berlin, Kopenhagen und Paris, wie Stadtplaner:innen und Politiker:innen auf der ganzen Welt versuchen, ihre Städte lebenswerter zu machen. Die vorgestellten Umgestaltungskonzepte motivieren zu Nachahmungsprojekten und bieten den anwesenden Lokalpolitiker:innen damit eine inspirierende Diskussionsgrundlage.

Filmplakat „Wie gelingt die Verkehrswende?“
Filmplakat „Wie gelingt die Verkehrswende?“

„Du bekommst genau das Verkehrsmittel, dass du dir einlädst!“ Kopenhagen wurde für Fußgänger und Radfahrer konstruiert – die Gesundheit und das Wohlbefinden der Bürger stieg dadurch enorm. Es ist beeindruckend zu sehen, welche Motivation von den Hauptakteur*innen der jeweiligen Städte ausgeht, und was man alles tun kann, wenn die Politik dahintersteht. Der Zukunftsfilmpreis geht an die Dokumentation, weil sie uns eindrucksvoll zeigt, wie die Zukunft unserer Städte aussehen könnte.

Jurybegründung der Ökofilmtour 2023

Am 26. April wurde im Planungs- und Umweltausschuss die Umgestaltung der Zerrennerstraße diskutiert. Bei der Verkehrsberuhigung der Zerrennerstraße stehen auf der einen Seite die Verfechter einer lebenswerten Innenstadt, welche trotz Galeria-Insolvenz, Sinn-Leffers Ruine und Druck des Onlinehandels die Innenstadt zum durchgehenden, lebenswerten Aufenthalts-, Erlebnis- und Einkaufsraum gestalten wollen. Und auf der anderen Seite die, denen der Wunsch veränderungsunwilliger Umlandbürger, mit dem Auto durch das Wohnzimmer der Stadt zu fahren, wichtiger ist als die Perspektive, dass Pforzheim sich zur Schlafstadt entwickelt.

Wenn die Gegner der Umgestaltung allerdings diese Position tatsächlich benennen würden, würde man sie für Ihre Gleichgültigkeit gegenüber dem Sterben der Innenstadt verantwortlich machen. Oder für ihre Gewerbefeindlichkeit. Oder für ihr verbrennerzentriertes Gesellschaftsmodell.

Deswegen ging die FDP Stadträtin Descharmes Herrn Sarow gestern lieber persönlich an, anstatt sich auf die Sachebene zu wagen, als sie meinte, ausgerechnete der, der sein Auto „regelmäßig dort abstelle, wo es nicht hingehöre“, würde nun für den Radverkehr sprechen. Immerhin setzt sich die Verbrenner-FDP damit ausnahmsweise gegen das Falschparken ein. Aber Herr Sarow stellt sein Fahrzeug gar nicht *regelmäßig* dort ab, wo es nicht hingehört. Allerdings hat er – wie allseits bekannt – ein besonders schickes Auto, das sich zu leisten einen gut gefüllten Kontostand voraussetzt. Das kann bei einem FDP Mitglied schon Sozialneid auslösen. Ist es populistisch, wenn man den Sozialneid auf die politische Bühne trägt? Die Pforzheimer FDP hat nach „Klos statt Radwege“ jedenfalls mal wieder ihre wahren politischen Beweggründe verheimlicht.

Jan Kamensky hat für das Ausstellungsprojekt „Grün Stadt Grau“ den Stuttgarter Rosenplatz umgestaltet:

Was meint ihr? Das wäre doch auch ein schönes Stadtentwicklungsziel für PF!

Wenn man es großräumiger entwickelt, dann könnte es werden wie in Groningen:

Radfahren macht Spaß und bringt euch abgasfrei und schnell zu Freunden, zum Training oder in die Schule. Findest Du auch, dass dafür in Pforzheim die Radwege fehlen? Dann rauf auf’s Rad und hilf mit, die Dinge in’s Rollen zu bringen – in Richtung einer kinderfreundlichen Stadt mit mehr Freiräumen und mehr Lebensqualität. Wir treffen uns am 24.9. um 11 Uhr auf dem Waisenhausplatz.

Malt Schilder, schmückt eure Räder und bringt eure Freunde und Eltern mit – gerne mit mobiler Soundbox, Anhängern und Lastenrädern – und lasst uns gemeinsam ein buntes und lautes Zeichen für mehr und sichere Radwege für Kinder und Jugendliche in Pforzheim setzen. Je lauter wir dabei klingeln, je mehr wir sind, umso größer der Spaß beim gemütlichen Rollen über Pforzheims große Straßen. Die Polizei sperrt die Straßen für uns ab.

Ende gegen 12 Uhr auf dem RoWi-Quartier mit großem Kinderprogramm, Spielangeboten und Crêpes-Belohnung für mitradelnde Kinder.

Der Fahrradklima-Test ist eine der größten Befragungen zum Radfahrklima weltweit und wird vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) durchgeführt. Im Jahr 2022 findet die Umfrage wieder statt – vom 01. September bis 30. November.

Der Klimawandel stellt die Welt auf den Kopf und eine der einfachsten Maßnahmen dagegen bestünde darin, im Nahverkehr auf das Fahrrad umzusteigen. Mit dem Fahrradklima-Test befragt der ADFC die Bürger*innen, ob die jeweiligen Kommunen dieses Ziel eher fördern oder es eher blockieren.

Per Fragebogen kannst Du mit wenig Aufwand die Situation für Radfahrende in Deiner Stadt oder Gemeinde bewerten. So haben Du und alle anderen „Alltagsexpert*innen“ die Chance, Politik und Verwaltung wichtiges Feedback zur Situation von Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrern vor Ort zu geben. Der Fahrradklimatest ist mir der Hoffnung verbunden, den Politikern vor Augen zu führen, dass das Fahrrad ein gleichwertiges Verkehrsmittel ist.

Zum Online-Fragebogen (und übrigens auch zu den Ergebnissen der Vorjahre) geht es ab dem 1. September hier.

Wir sind als Radverkehrsinitiative dieses Jahr im Projektverteiler für Aktionen im Quartier Bleichstraße vertreten und brauchen eure Unterstützung:

  • Wohnt ihr im Quartier oder in der Nähe der Bleichstraße?
  • Habt ihr eine Idee für eine Aktion?
  • Könnt ihr uns einen Tipp geben, wie wir gemeinsam mehr Quartiersbewohner*innen erreichen und für Radfahren und andere Mobilitätsthemen begeistern können?

Wenn ja, dann meldet euch bitte per Mail oder auf einem unserer anderen Kanäle bei uns.

Zur Inspiration hier Videoeindrücke aus dem Aktionsjahr 2021:

Quelle: Vermessungs- und Liegenschaftsamt, Abteilung Vermessung, Stadt Pforzheim

Unternehmer der Zerrennerstraße haben die Initiative „Projekt Z“ gestartet.

Die Geschäftsleute Sebahattin Davulcu,  Jürgen und Regina Jainta und Onur Yildiz haben anlässlich der Ideenwoche zur Zerrennerstraße (Bild: Auszug aus der Ideensammlung im Rahmen der Ideenwoche) eine Unternehmerinitiative zur Verbesserung der Attraktivität der zentralen Pforzheimer Innenstadt gegründet.

Offensichtlich sind auch fast alle anderen Unternehmer*innen an der Zerrennerstraße mit der aktuellen, unwirtlichen, durch Autos und Abgase geprägten Verkehrslage an der „Zertrennerstraße“ hochgradig unzufrieden. 92% der angefragten Geschäftsleute unterstützen des Projekt, so dass aus den 4 Unternehmer*innen binnen  kürzester Zeit 49 wurden.

Konkret fordern sie eine Schließung der Zerrennerstraße für den Durchgangsverkehr sowie Tempo 20 für jene Fahrzeuge, die davon ausgenommen sind. Fußgänger sollen grundsätzlich Vorrang bekommen. Außerdem will die Unternehmerinitiative Stellplätze für Behindertenfahrzeuge, E-Bikes und E-Scooter sowie eine massive Begrünung zur Verbesserung des Stadtklimas.

Solch eine Unternehmerinitiative ist einzigartig und wird vermutlich auch den Fraktionen im Gemeinderat den Wind aus den Segeln nehmen, die die Schliessung der Zerrennerstrasse schon seit Jahren blockieren. Wirtschaft ist nicht gleich Auto, das erfordert Umdenken. Wir wünschen dem Projekt Z viel Erfolg. Wir hoffen, dass der Denkprozess im Gemeinderat beschleunigt abläuft und dass die Stadtverwaltung nun bald aktiv wird, im Sinne einer einladenden und lebensfreundlichen Innenstadt.